Beim regelmässigen Kauf für denselben Geldbetrag erwerben Sie bei niedrigeren Preisen mehr und bei höheren Preisen weniger Metall. Dieser sogenannte Cost-Average-Effekt beschreibt eine Rechenwirkung. Er garantiert weder einen Gewinn noch einen besseren Einstieg als ein einmaliger Kauf.
Entscheidend ist der feste Geldbetrag
Wenn Sie monatlich genau dieselbe Grammzahl kaufen, schwankt der benötigte Geldbetrag. Wenn Sie stattdessen monatlich denselben Geldbetrag einsetzen, schwankt die erworbene Grammzahl. Nur die zweite Betrachtung ist hier gemeint. Kosten und Mindestmengen können die tatsächliche Umsetzung zusätzlich beeinflussen.
Beginnen Sie mit einer Tabelle aus Kaufdatum, eingesetztem Betrag, tatsächlichem Kaufpreis und erworbenem Feingewicht. So lässt sich der persönliche Durchschnitt anhand Ihrer Abrechnungen ermitteln. Der einfache Mittelwert mehrerer Kurszahlen reicht dafür nicht aus.
Zwei Käufe als Rechenbeispiel
Angenommen, Sie kaufen zweimal für je 200 CHF und die rein hypothetischen Preise betragen einmal 100 CHF und einmal 80 CHF je Gramm. Ohne Gebühren erhalten Sie zunächst 2 Gramm und danach 2,5 Gramm. Insgesamt sind es 4,5 Gramm für 400 CHF.
Ihr gewichteter Durchschnittspreis beträgt 400 geteilt durch 4,5, also rund 88,89 CHF pro Gramm. Der einfache Mittelwert der beiden Preise wäre dagegen 90 CHF. Der Unterschied entsteht, weil Sie zum niedrigeren Preis eine grössere Menge erworben haben.
Warum daraus kein Gewinn folgt
Liegt der spätere Verkaufspreis unter Ihrem Durchschnitt einschliesslich Kosten, kann dennoch ein Verlust entstehen. Im Beispiel wäre ein hypothetischer Verkaufskurs von 70 CHF pro Gramm niedriger als beide Kaufkurse und der Durchschnitt. Regelmässigkeit ändert daran nichts.
Der World Gold Council weist auf Preisrisiken und fehlende laufende Erträge bei Gold hin. Ein Sparrhythmus beseitigt diese Eigenschaften nicht. Er kann lediglich den Ablauf Ihrer Käufe strukturieren und die Entscheidung auf mehrere Zeitpunkte verteilen.
Einmalanlage und Sparplan fair vergleichen
Für einen sinnvollen Vergleich müssen die verfügbaren Geldbeträge und Zeitpunkte identisch beschrieben sein. Wenn der gesamte Betrag bereits zu Beginn zur Verfügung stand, wurde zurückgehaltenes Geld anders eingesetzt als bei monatlich neu verdientem Einkommen. Das sind unterschiedliche Ausgangssituationen.
Auch die Kostenmechanik kann abweichen. Mehrere kleine Käufe können andere Gesamtgebühren verursachen als eine einzelne Bestellung. Prüfen Sie daher die Kosten eines Edelmetallsparplans und vermeiden Sie Vergleiche, die nur die späteren Metallkurse berücksichtigen.
Wofür die Strategie praktisch hilfreich sein kann
Ein festgelegter Ablauf kann das wiederholte Entscheiden erleichtern. Trotzdem sollten Monatsrate, Ausstiegsmöglichkeiten und Liquiditätsbedarf überprüft werden, wenn sich Ihre Situation ändert. Eine gewählte Regel darf nicht dazu führen, dass notwendige laufende Ausgaben unberücksichtigt bleiben.
Noéh Dietrich kann die Bedingungen des vorgestellten Edelmetall-Sparplans mit Ihnen durchgehen. Fragen Sie insbesondere nach Kaufzeitpunkten, Gebühren, Eigentumszuordnung und Auslieferung. Der Durchschnittskosteneffekt ist dabei nur ein Teil der Entscheidung und keine Zusage einer bestimmten Wertentwicklung.
Allgemeine Orientierung mit verlinkten Quellen. Rechenbeispiele sind keine aktuellen Kurse. Konkrete Produkte, Verfügbarkeit und Konditionen klären wir im persönlichen Austausch. Die Beiträge entstehen mit KI-Unterstützung; mehr zu Redaktion, Quellen und Korrekturen.


